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Stress kostet – bares Geld Samstag, Februar 14, 2009

Posted by JNj. in Tagesmenü.
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Stress kostet – nicht nur Nerven, sondern auch bares Geld!

Viele Leser werden diese Situation kennen: Eigentlich könnte man am Arbeitsplatz noch mindestens einen zusätzlichen Mitarbeiter gut gebrauchen, besser aber zwei. Doch wird jemand eingestellt? Nein, es muss gespart werden, jetzt in der Zeit dieser globalen Finanzkrise umso mehr. Wenige müssen immer mehr Arbeit erledigen und kommen aus dem täglichen Stress gar nicht mehr heraus. Wenn dann aber noch ein Mitarbeiter durch Krankheit ausfällt, wird der schon bestehende Stress noch größer. Abends kommt man ausgelaugt nach Hause und ist froh, wenn man, was die anderen Alltagsaufgaben angeht, den Statuts Quo erhält.

Genau das läuft an meinem Arbeitsplatz jetzt seit 16.01.09. Das ist auch der Grund dafür, warum ich erst heute wieder einen Blogbeitrag einstellen kann. Wir waren personell schon seit längerer Zeit schlecht besetzt und jetzt fällt zusätzlich eine Vollzeitkraft wegen schwerer Krankheit aus: erst Krankenhaus, dann Reha und anschließend Resturlaub aufbrauchen …. 8 Wochen sind es mindestens noch. Nun, die Kollegin kann nichts dafür, ganz im Gegenteil: wir sind froh, dass sie den  Herzinfarkt so gut überstanden hat. Aber die restlichen Mitarbeiter stehen nun unter noch größerem Stress.

Stress kostet – bares Geld
Ein Gutes hat diese Situation jedoch: Sie hat mir sehr deutlich vor Augen geführt, dass Stress bares Geld kostet, nicht nur Nerven:

1. Stress verleitet
Im Stress bin ich wesentlich schneller versucht, (unüberlegt) nach „schnellen Lösungen“ zu greifen (z.B. Fast Food, das Taxi anstelle der S-Bahn zu nehmen etc.). Diese „schnellen Lösungen“ sind aber oft nicht nötig und auch nicht unbedingt besser. Stress verleitet auch dazu, sich schneller mal „etwas zu gönnen“ (man leistet ja schließlich auch mehr). Manche Werbung macht sich solche Zustände nutzbar, etwa mit dem Slogan: „Das hab’ ich mir verdient!“

Aber wohin führt das alles? Falsches Essen, falsche Essensgewohnheiten, belasten unseren Körper, unsere Gesundheit, machen uns das Leben buchstäblich „schwerer“ und verursachen damit noch mehr (genau!) STRESS !

Falsche, unüberlegte Ausgaben können am Ende zur Verschuldung führen und damit zu noch mehr STRESS!

Es ist, im wahrsten Sinne des Wortes ein Teufelskreis.

2. Stress macht vergesslich:
Man ist versucht, nur noch an die nächsten Aufgaben, die nächsten Schritte zu denken, um möglichst alles „beieinander zu halten“, nichts falsch zu machen und um (Witz komm raus!) nichts zu vergessen. Aber dadurch, dass man sich nur auf die wenigen aktuellen Dinge konzentriert, verliert man das Ganze aus dem Blickfeld. Die Prioritäten ändern sich, die Balance geht verloren. Und das hat Folgen. Ich habe z.B. bei mir in Stress-Zeiten vermehrte Doppelkäufe festgestellt. Ich hatte einfach vergessen, dass ich dieses oder jenes bereits gekauft hatte und zum Führen eines Einkaufszettels hatte ich (angeblich) „keine Zeit!“ Wenn dadurch im Vorratsschrank mal zwei Flaschen Spülmittel mehr stehen, ist das zwar kein Weltuntergang. Aber wenn sich solche Doppelkäufe häufen oder auch teurer Dinge betreffen, dann kann es „richtig schön“ ins Geld gehen …  Oder man vergisst Rechnungen rechtzeitig zu überweisen. Auch das kostet: dicke Mahngebühren!

Was tun?
Nun, die Patentlösung gibt es nicht. Stress kann individuell unterschiedlich sein und auch ganz individuell unterschiedlich erlebt werden. Wichtig ist, denke ich, dass man die zusätzlichen Gefahren, die der Stress mit sich bringt erkennt, z.B., dass „schnelle Lösungen“ nicht wirklich Lösungen sein müssen, dass das Setzen falscher Prioritäten die Balance des Lebens durcheinander bringt und zu noch mehr Stress führt, erkennt und sich immer wieder bewusst macht. Spätestens nach Beendigung eine Stress-Phase sollte man sich Zeit und Ruhe nehmen, das Erlebte zu überdenken, zu reflektieren: Was ist schief gelaufen, was kann man, in einer evtl. kommenden Stress-Phase besser machen? Für mich heißt das: den einen freien Tag, i.d.R. den Sonntag, ganz bewusst zu gestalten und zu leben, mir Zeit und Ruhe zu nehmen, an diesem Tag die neue Woche, soweit es geht, zu planen, meine Prioritäten zu ordnen, neu aufzutanken.

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