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Viel Arbeit, wenig Zeit und …. Bücher Mittwoch, April 30, 2008

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Seit dem letzten Post bzw. Artikel ist ja schon etwas Zeit vergangen. Ich könnte mich nun damit herausreden, dass ich in den vergangenen Wochen recht viel Arbeit hatte – und das stimmt: im Job war sehr viel zu tun, was in regelmäßigen Abständen – quartalsbedingt -, immer so ist. Abends bin ich nach Hause gekommen und war erst einmal k. o. An den Wochenenden musste dann die liegengebliebene Hausarbeit geregelt werden. Außerdem habe ich den Frühjahrsputz in Angriff genommen … ufff :-( und jetzt, wo es endlich wärmer wird, muss der kleine Treppengarten aufgeforstet ;-) werden.
Aaaaaaber, das alles wäre nur die halbe Wahrheit. Die andere Seite der Medaille ist die, dass ich ein, nein drei Bücher (!) in die Hände bekommen haben und nicht mehr aufhören konnte zu lesen. So ist das einfach und zwar seit ich lesen kann: Wenn mich ein Buch interessiert und die Geschichte noch dazu gut geschrieben ist, dann wird die Nacht zum Tag, dann nutze ich jede Gelegenheit (Fahrt mit der Straßenbahn, Mittagspause etc.) um endlich weiterzulesen.
Diesmal hatte es mir die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson angetan und das kam so: Im Rahmen meines Frühjahrsputzes hatte ich mich entschieden, auch meinen Teppich im Wohnzimmer aufzufrischen. Wer solch’ eine „Knochenarbeit“ schon mal unternommen hat, weiß, wovon ich schreibe … Nun ja, damit es mir bei dem stundenlangen Shampoonieren und Bürsten nicht langweilig würde, hörte ich einige Folgen des Krimi-Couch-Podcasts. In den verschiedenen Folgen wurde auch immer wieder die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson erwähnt. Von dieser Trilogie hatte ich schon vorher etwas gehört, aber richtiges Interesse daran hatte ich eigentlich nicht. Doch die Anmerkungen im Krimi-Couch-Podcast führten dazu, dass ich mir überlegte bei meinem nächsten Besuch in der Buchhandlung diese Bücher wenigstens mal in Augenschein zu nehmen, sprich: den Klappentext genauer zu lesen. Gedacht getan.
Einige Tage später war ich in einer Buchhandlung, weil ich nach einem Buch über kohlenhydratarme Ernährung fragen wollte. Ich hatte gehört, dass das Buch von Dr. Lutz - „Leben ohne Brot“ – in einer Neuauflage erschienen sei. Die Frau an der Bestellannahme bestätigte die Neuauflage und nachdem ich das Buch bestellt hatte schlenderte ich noch an den Tischen mit den Buch-Neuerscheinungen vorbei. Dabei sah ich dann auch Band 3 der Millenium-Trilogie von Stieg Larsson und sprach eine Verkäuferin an, wo der Band 1 davon zu finden sei.
Im Krimi-Couch-Podcast war empfohlen worden, die drei Bänder der Reihe nach zu lesen (obwohl man auch jeden Band für sich lesen kann. Nachdem ich jetzt alle drei Bände gelesen habe, stimme ich diesem Hinweis entschieden zu. Ich hatte Band 3 vor Band 2 gelesen. Da die Bände in sich fast abgeschlossen sind, war das eigentlich kein Problem. Und doch: immer wenn in Band 3 auf Ereignisse in Band 2 Bezug genommen wurde, fehlte mir der Hintergrund.)
Da Band 1 schon als Paperback-Ausgabe erschienen und so zu einem günstigeren Preis als die Hardcover-Ausgabe zu haben war, nahm ich das Buch („Verblendung“) mit. Die ersten 150 Seiten von Band 1 empfand ich als etwas zäh, Fahrt nimmt das Buch bzw. die Handlung erst so richtig auf, als sich die beiden Hauptfiguren – Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander kennen lernen („Fusion“). Was mich an den drei Bänden besonders fasziniert hat, war nicht der eigentliche „Plot“, sondern die Beschreibung bzw. Entwicklung der einzelnen Hauptfiguren über die drei Bände hinweg. Diese Entwicklung mitzuverfolgen, mitzudenken, ist einfach sehr, sehr spannend und ich denke, dass dies auch das eigentliche Hauptmotiv der Trilogie ist. Da alle drei Bände zusammen rund 2300 Seiten umfassen, hat das Lesen entsprechend viel freie Zeit in Anspruch genommen (die mir dann für den Blog fehlte).

Mittlerweile ist auch das Buch von Dr. Lutz angekommen und mit dem Lesen desselben werde ich in den nächsten Tagen beginnen. Eine kleine persönliche Rezension werde ich hier veröffentlichen. Wer bis dahin nicht warten möchte, kann eine solche jetzt schon hier: Rezension von Dr. Lutz’ Buch „Leben ohne Brot“ aus dem Keto-Forum lesen.

Zeitumstellung, Kaffee und Ketarier Samstag, April 12, 2008

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In der Nacht vom 29. auf den 30. März wurden, wie allseits bekannt, die Uhren um eine Stunde vorgestellt, die so genannt Sommerzeit begann. (Hier kann man übrigens einen Überblick über die nächsten Zeitumstellungsdaten bis 2014 erhalten.) Wer eine Funkuhr besitzt, brauchte sich wegen der Zeitumstellung keine besonderen Sorgen zu machen. Die Umstellung erfolgte automatisch, denn die physikalisch-technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig „liefert für ganz Deutschland die Zeit. Ihre Atomuhren steuern sämtliche Funkwecker, Bahnhofsuhren, viele Abläufe in der Industrie“¹ und die Internet-Uhr auf der Homepage der PTB.

Über den Sinn oder Unsinn der Zeitumstellung lässt sich streiten. Nach einer Umfrage des Emnid-Instituts sollen 62 % aller Deutschen für eine Abschaffung der Zeitumstellung sein. In meinem Umfeld höre ich immer wieder, dass Mütter mit Kleinkindern durch die Zeitumstellung Probleme bekommen. Sie weisen oft darauf hin, dass ihre Kinder tagelang unausgeschlafen und nörgelig sind. Darum wünschen sie sich, dass die Zeitumstellung abgeschafft wird.
Mir geht es ähnlich. Auch ich bin dafür, dass die Zeitumstellung abgeschafft wird. Zwar stören mich keine schlaftrunkenen und nörgelnden Kinder. Aber Jahr für Jahr habe ich mit dem Schlafentzug, der durch die Zeitumstellung ausgelöst wird, Probleme. Zwei Wochen kämpfe ich in der Regel, bis ich wieder in einen einigermaßen normalen Schlafrhythmus gefunden habe. Leider ist es ja nicht möglich, dass man am Montag nach der Zeitumstellung einfach eine Stunde später zur Arbeit erscheint. Also kommt man pünktlich, aber im Grunde genommen eine Stunde zu früh. Da ich nun aber an meinem Arbeitsplatz auch nicht einfach eine Stunde „abhängen“ kann, trinke ich ein bis zwei Tassen starken Kaffees. Und hier beginnt es jetzt so richtig problematisch zu werden. Denn der Kaffee macht meiner Low-carb-Ernährung einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Er verhindert durch sein Coffein, dass ich weiterhin so abnehmen kann, wie es nach der Ernährungsumstellung normal ist. Im schlimmsten Fall nehme ich wieder zu. Manchen Low-carbern oder Ketariern macht coffeinhaltiger Kaffee nichts aus, d.h. sie haben vom Kaffee-Genuss keine Nachteile. Bei mir aber haut es total rein. So geschehen jetzt auch im Zusammenhang mit der (unseligen, unnötigen) Zeitumstellung. Ich habe knapp 2 kg wieder zugenommen. nachdem ich jetzt wieder einen normalen Schlafrhythmus habe, werde ich ab morgen keinen Kaffee mehr trinken und hoffe, dass es dann in der kommenden Woche mit dem Abnehmen wieder gut und flott voran gehen wird.

¹= zitiert nach der Internetseite der PTB Braunschweig


Fleischverzehr im Neuen Testament Samstag, April 5, 2008

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Nachdem ich in der vergangenen Woche das Thema „Fleischverzehr im Alten Testament“ betrachtet habe, möchte ich mich nun dem Neuen Testament zuwenden und beleuchten, was dieses zur Frage des Essens von Fleisch sagt:

Zuerst einmal ist festzustellen, dass Jesus Christus Männer als Jünger berief, die den Beruf eines Fischers ausübten (vgl. Matthäus 4, 18; Markus 1, 16; Lukas 5, 2 f.). Wir finden im gesamten Neuen Testament keine Belegstelle, dass diese Männer, als sie in die Nachfolge Jesu Christi traten, ihren Beruf in dem Sinne aufgeben mussten, dass sie nie mehr fischen würden. Auch finden wir keine Belegstelle, dass sie dem Verzehr von Fisch (oder anderem tierischen Fleisch) abschwören mussten. Ganz im Gegenteil:
Zum einen wird uns berichtet, dass Jesus und seine Jünger vor seinem Tod gemeinsam das „Passah-Mahl“ feierten. Beim „Passah-Mahl“ wird bekanntlich gemeinsam ein Lamm, also Fleisch gegessen (vgl. 2. Mose/Exodus 12, 8; 2. Mose/Exodus 12, 46; Es lohnt sich, das gesamte Kapitel im Zusammenhang zu lesen). Dies war ein ganz klares Gebot des mosaischen Gesetzes und Jesus und seine Jünger befolgten es.
Dann berichtet uns das Johannesevangelium, dass der Jünger Simon Petrus nach der Kreuzigung Jesu wieder fischen ging (vgl. Johannes 21, 3; 21, 8 ) und zwar zusammen mit anderen Jüngern. Bei dieser Gelegenheit begegnet ihm der auferstandene Jesus Christus und bietet ihm ein Essen an, dass aus Brot und Fischen (!) besteht (vgl. Johannes 21, 9 – 14; Es lohnt sich auch hier, das gesamte Kapitel zu lesen). Auch hier wird deutlich, dass weder Jesus Christus selbst, noch die von ihm berufenen Jünger das Essen von tierischem Fleisch ablehnten. Niemand musste, um Jesus Christus nachfolgen zu können, Vegetarier werden.
Daneben ist es interessant zu sehen, dass uns in den Evangelien mehrere Speisungswunder Jesu berichtet werden: Matthäus 14, 14 – 20; Matthäus 15, 29 – 39; Markus 6, 30 – 44; Markus 8, 1 – 9 [Hier ist nur von Broten, die vermehrt werden, die Rede]; Lukas 9, 10 – 17. In der Mehrzahl der Berichte ist nicht allein von der Vermehrung von Brot, sondern auch von der Vermehrung von Fischen (also tierischem Fleisch!) die Rede.
Jesus Christus selbst speiste also hungrige Menschen nicht allein mit Brot, sondern auch mit Fleisch. Natürlich macht Jesus Christus immer deutlich, dass es ihm nicht allein darum geht, den natürlichen Hunger des Menschen zu stillen, sondern dass sein Blick viel weiter und tiefer geht. Es geht ihm, neben der barmherzigen Handlung der Vermehrung natürlicher Nahrung, primär um den geistlichen Hunger des Menschen. Und hier verweist Jesus Christus auf sich als das „Brot, das vom Himmel gekommen ist“ (vgl. Johannes 6, 32; Johannes 6, 51). Er macht damit deutlich, dass der menschliche Hunger nach Lebenserfüllung nur in einer Beziehung zum Schöpfer gestillt werden kann und dass er von Gott gesandt wurde, um den Menschen neu mit Gott, dem Schöpfer, in Verbindung zu bringen (vgl. Johannes 14, 6 – 7; Johannes 3, 1 – 6). Diesen geistlichen Hunger kann weder vegetarische noch ketarische Nahrung stillen. Augustinus, ein Christ aus dem 4. Jahrhundert, hat diesen geistlichen Hunger und die Stillung desselben so beschrieben: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir. denn auf Dich hin hast Du uns geschaffen.“ Darauf kommt es, bei aller Diskussion über die Art und Weise von Nahrung, viel mehr an.
Im nächsten Ab schnitt werden ich der Frage nachgehen, was uns das Neue Testament über die Ernährungsgewohnheiten der ersten Christen berichtet.